Thomas W. H. Koppermann präsentiert:

 

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- Eine Hausorgel im Treppenhaus -
 
(Stand: 13.04.2008)

 

 

Aufarbeitung der alten Pfeifen

 

Die von mir zusammengetragenen Orgelpfeifen sind alle alt und gebraucht und stammen aus den unterschiedlichsten Orgeln. Das bringt es mit sich, dass einige davon auch reparaturbedürftig sind.

 

Bei Holzpfeifen kommt es vor, dass sich die einzelnen Seitenwände voneinander lösen und neu verleimt werden müssen. Ebenso lösen sich schon mal die Füße und müssen neu befestigt werden. Außerdem werde ich die Stimmknebel der gedackten Holzpfeifen erneuern, um eine bessere Optik zu erhalten, denn die alten "Stöpsel" waren doch eher primitiv und kantig gebaut und z. T. so stark in der Pfeife verklemmt, dass sie bei Herauslösen beschädigt wurden.

 

 

Und wenn die Pfeifen, wie bei mir, später gut zu sehen sind, ist eine komplette Aufarbeitung der Holzoberflächen nötig, d. h.: Abschleifen und neu lasieren oder lackieren.

 

 

Bei der ersten genaueren Durchsicht meiner Holzpfeifen fiel mir insbesondere auf, dass das Innere sehr verstaubt und oft auch voller Spinnweben und anderen Verunreinigungen war (kein wunder nach so vielen Jahrzehnten des unbekannten Vorlebens!).

Also brauchte ich Reinigungswerkzeuge, mit denen ich das Innere der verschiedenen Pfeifen grob reinigen konnte, denn mit einer Flaschenbürste allein war es nicht getan; die reicht höchstens für mittelgroße Metallpfeifen.

 

 

Am hilfreichsten war mir eine (neue) Klobürste (links im Bild), die ich mit einem verlängerten Stiel versehen hatte, um auch die langen Pfeifen reinigen zu können.

In der Bildmitte sieht man eine lange Rundbürste, wie sie zum Reinigen von Heizkörpern u. ä. im Handel erhältlich ist.

Sehr gute Dienste leisteten mir auch eine alte Zahnbürste, ein abgewinkelter und ein gerader Flachpinsel sowie eine Schuhbürste (alle rechts im Bild).

Für die kleineren, runden Metallpfeifen benötigt man dann noch Rundbürsten in unterschiedlichen Längen und Durchmessern. Man sollte nur darauf achten, dass die Bürsten keine scharfen Kanten oder spitzen Enden haben, die das weiche Metall beschädigen könnten und immer sehr vorsichtig vorgehen.

Labial-Metallpfeifen kann man natürlich auch sehr gut mit einem kräftigen Wasserstrahl spülen (aber bitte nicht mit dem Hochdruckreiniger!). Bei Zungenpfeifen muss man wieder sehr vorsichtig sein, denn die Holzteile sollten natürlich nicht nass werden, und die Stimmzungen dürfen nicht verbogen werden.

 

Grundsätzlich würde ich den durchweg matten Metallpfeifen gerne einen neuen Glanz verleihen, aber das hebe ich mir bis zum Schluss auf, denn bis dahin werden sie noch so oft angefasst, dass es jetzt noch nicht ratsam erscheint. Ich habe lediglich an einigen Stellen Versuche mit verschiedenen Putzmitteln und Polituren gemacht, um den Aufwand abschätzen zu können. Ich glaube, das Aufpolieren der Metallpfeifen wird mich später eine ganze Weile beschäftigen, denn es ist eine dreckige Schwerstarbeit!

 

Sofern an den Pfeifen fehlende Teile ersetzt oder defekte Teile repariert werden müssen, traue ich mir das nur bei den Holzpfeifen zu. An metallenen Orgelpfeifen herumzulöten, ist mir aufgrund des sehr weichen Materials zu heikel. Ich kann zwar gut im Sanitär- und Elektronikbereich hart- und weichlöten, aber das ist halt etwas ganz anderes. Also brauche ich für die Metallpfeifen doch ab und zu einen Fachmann.

 

 

 


 

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